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Reparatur in luftiger Höhe: Gipfelkreuz wieder vollständig

Seit Weihnachten fehlte dem berühmten goldenen Gipfelkreuz an Deutschlands höchstem Berg ein Stück: Ein Zacken war aus dem Kranz gebrochen. Nicht zum ersten Mal nahm es Schaden.
Gipfelkreuz der Zugspitze
Die im Tal restaurierten Strahlen wurden von Mitarbeitern wieder am Zugspitz-Gipfelkreuz angebracht. © Angelika Warmuth/dpa

Das berühmte goldene Gipfelkreuz an Deutschlands höchstem Berg strahlt wieder in vollem Glanz. Mitarbeiter der Zugspitzbahn und die Kunstschmiedin Andrea Würzinger brachten am Montag das im Winter abgebrochene Stück wieder an.

Die Hauptschwierigkeit an diesem strahlend sonnigen Tag: Der Wind, der im Laufe des Tages zunehmen sollte. «Je früher wir raufkommen, desto besser», drängte Würzinger. Gesichert an extra gelegten Fixseilen stieg sie mit Andreas Pongratz von der Bauabteilung der Bayerischen Zugspitzbahn und einem weiteren Helfer den kurzen, verschneiten Grat von der Plattform der Bergstation zum 2962 Meter hohen Gipfel hinüber.

Mit dabei: Der neu vergoldete Zacken mit den drei Strahlen, Ratsche, Inbusschlüssel, ausreichend viele vergoldeten Schrauben - und 23,5-karätige Goldfarbe. Würzinger griff am höchsten Punkt Deutschlands zum Pinsel: «Wir haben ein bisschen mehr ausgebessert», erläutert die Kunstschmiedin. Denn Eis und Schnee hinterlassen Spuren am Blattgold. Und die Besucher: Von unten bis in eine erreichbare Höhe ist das Kreuz mit Aufklebern versehen. Tausende Touristen haben sich hier so verewigt. «Da blutet mir das Herz», sagt Würzinger. Denn die Aufkleber schädigen auch das Blattgold.

Um Weihnachten hatte das Sturmtief «Zoltan» gewütet und den linken unteren Zacken abgerissen. Am 9. Januar sahen Mitarbeiter der Zugspitzbahn am Südhang des Gipfels etwas Goldenes im Schnee glänzen - das abgebrochene Stück. Es wurde geborgen und in Würzingers Werkstatt in Eschenlohe renoviert.

Das Kreuz an der Zugspitze ist an exponierter Stelle den Unbilden des Wetters ausgesetzt. Wind und extreme Temperaturschwankungen wirkten auf das Material, sagte Würzinger.

Schon zum dritten Mal mussten die Eschenloher Spezialisten das Kreuz wieder fit machen. 2017 war das Kreuz bei Bauarbeiten zur neuen Zugspitzbahn von einer Krankette getroffen worden. Damals musste es extra ins Tal gebracht werden.

2019 hatte der Sturm genau den gegenüberliegenden Zacken mit den drei Strahlen heruntergerissen. Auch damals wurde das Stück gefunden, in der Eschenloher Werkstatt restauriert - und konnte am Berg wieder angebracht werden.

Eine Demontage und ein Transport des gesamten 4,88 Meter hohen und 300 Kilogramm schweren Kreuzes ins Tal wäre um einiges aufwendiger und kostenintensiver gewesen. Dann wäre wohl ein fünfstelliger Betrag fällig geworden, sagt Pongratz. Was die Reparatur nun auf diesem Weg gekostet hat, war noch unklar.

Die Würzingers sind seit Jahrzehnten die Zugspitz-Gipfelkreuz-Spezialisten. Vater Franz Würzinger hatte 1993 das neue Kreuz gebaut, da das originale Kreuz aus dem Jahr 1851 nicht zu mehr reparieren war. Das Original ist im Museum Werdenfels zu sehen. Es weist Einschusslöcher auf. Am 28. April 1945 hatten sich laut dem ehemaligen Museumsleiter Josef Kümmerle amerikanische Soldaten auf den Gipfel fahren lassen und das Kreuz beschossen.

© dpa
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