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Fiels Empfehlung: «Vergessen, was in den letzten Wochen war»

Vor der Länderspielpause hat der 1. FC Nürnberg viele Punkte in der 2. Bundesliga gesammelt. Für Trainer Fiel zählt das nicht mehr. In Karlsruhe muss er einen Mittelfeldantreiber ersetzen.
Cristian Fiel
Nürnbergs Trainer Cristian Fiel betritt das Stadion. © David Inderlied/dpa/Archivbild

Für den Nürnberger Trainer Cristian Fiel gibt es eine Zeit vor der Länderspielpause nicht mehr. Das ist zwar zugespitzt, trifft aber den Kern seiner Aussage vor dem Auswärtsspiel in der 2. Fußball-Bundesliga am Sonntag (13.30 Uhr/Sky) beim Karlsruher SC. «Wir tun gut daran zu vergessen, was in den letzten Wochen war», empfahl der Coach. «Wir wissen auch, wie schnell es in die andere Richtung gehen kann.»

Die Nürnberger haben dank des 3:1 beim SC Paderborn vor der Unterbrechung für Länderspiele 21 Punkte in 13 Spielen holen können und liegen damit sogar in Reichweite zu den Aufstiegsplätzen. Das ist aber Vergangenheit. «Wir tun gut daran, hoch konzentriert an die Sache ranzugehen», sagte Fiel am Freitag vor dem Gastspiel.

Die ambitionierten Karlsruher haben im Gegensatz zum «Club» nur 13 Punkte geholt. Für Fiel steckt dennoch deutlich mehr in dieser Mannschaft. Ein Jerome Gondorf habe schließlich schon in der Bundesliga gespielt, erwähnte der Trainer der Franken und zählte in Marvin Wanitzek oder dem ehemaligen Nürnberger Relegationshelden Fabian Schleusener weitere Qualitätsspieler auf. Fiel warnte vor den Flanken der Karlsruher, der Präsenz im Sechzehner und den kreativen Standards. Da müsse man «höllisch aufpassen», befand er.

Verzichten muss der Nürnberger Coach neuerdings auf Außenverteidiger Tim Handwerker (Rücken), vor allem aber auf Mittelfeldantreiber Jens Castrop. Der 20-Jährige war in Paderborn wegen groben Fouls mit Rot vom Platz geflogen. Für ihn hat der «Club»-Coach nach eigener Aussage zwei Alternativen im Kopf.

Auf die Jahreshauptversammlung beim 1. FC Nürnberg vom Vortag musste Fiel nicht groß eingehen. Seine Mannschaft habe auch zuvor schon in Ruhe arbeiten können. «Für mich hat sich nix geändert», berichtete er. «Unser Fokus liegt auf dem Platz.»

Der langjährige Vorsitzende Thomas Grethlein hatte seinen Posten im Aufsichtsrat verloren, nachdem er 2014 in das Kontrollgremium gewählt worden war und seitdem den Vorsitz hatte. Neu dabei ist Raphael Schäfer. Der ehemalige Nürnberger Torwart war 2007 beim DFB-Pokalsieg in Berlin sogar Kapitän der Franken.

© dpa
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