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Schau im Museum Frieder Burda blickt auf das Unmögliche

Unmöglich? Illusion wurde nicht erst durch Künstliche Intelligenz erfunden. Die Kunst hat schon viel früher Grenzen des Möglichen überschritten, zeigt eine Schau im Museum Frieder Burda - das selbst Unmögliches schaffte.
Museum Frieder Burda
Das Museum Frieder Burda. © Uli Deck/dpa

Kunst toppt Künstliche Intelligenz: Eine Schau im Museum Frieder Burda feiert die Macht der Illusion in der Kunst. Die Ausstellung «ImPOSSIBLE» in Baden-Baden zeigt, dass Kunst all dem eine sehr persönliche Gestalt geben kann, was in der Realität eigentlich nicht möglich ist. Von Yves Klein und Sigmar Polke über Jeff Wall, Thomas Demand und Andreas Gursky bis hin zu jüngeren Positionen wie Alexandra Bircken oder Goshka Macuga präsentiert das Museum ab Samstag (bis 26. Mai) Arbeiten, die das Unmögliche als Alternative zu einer zunehmend trügerischen Realität vorstellen.

Von den Anfängen der Bildfindung bis zu neuen medialen Möglichkeiten wird demonstriert, wie sich Kunst schon lange vor der heutigen Diskussion über Fluch und Segen von Künstlicher Intelligenz (KI) immer wieder eigene Realitäten schuf. So materialisiert Daniel Knorr in einem bunten Kabel-Wirrwarr aus recyceltem Müll in einem Raum voll Spiegelfolie den Cyberspace, der Videokünstler David Claerbout lässt einen Baum rückwärts und David Romero einen Wolkenkratzer bis in den Himmel wachsen. Konzeptkünstler Yves Klein unternimmt einen Flugversuch, Fotograf Andreas Gursky hält den Geschwindigkeitsrausch von Formel-1-Rennen fest.

Kurator Alexander Timtschenko zufolge ist KI auch in der Kunst rasant auf dem Vormarsch. «Die Künstler spielen natürlich mit den gleichen Mitteln», sagte er in einem BNN-Gespräch vor Ausstellungseröffnung. In der Schau zeige sich aber eine «freundliche Manipulation», weil man das Werk immer auf den Künstler zurückführen könne.

Der Kunstsammler Frieder Burda hat vor 20 Jahren übrigens selbst ein wenig die Grenzen verschoben und scheinbar Unmögliches gegen große Widerstände möglich gemacht - als er für seine renommierte Kunstsammlung mit Werken unter anderem von Gerhard Richter, Sigmar Polke und Georg Baselitz ein Haus an Baden-Badens Prachtmeile realisierte. Das Privatmuseum nach den Plänen des New Yorker Stararchitekten Richard Meier zählt heute zu den Attraktionen des Kurortes am Rande des Schwarzwaldes - neben dem Festspielhaus, den heißen Quellen und dem berühmten Spielcasino.

© dpa
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